Neustrukturierung der Kinder- und Jugendarbeit – Hilfe bei der Wohnungssuche und mobiler Begleitservice.
„Das neue Konzept der Kinder- und Jugendarbeit berücksichtigt den demografischen Wandel, gewährleistet eine durchgehende Qualitätssicherung und eine flächendeckende Angebotsverteilung, die Erschließung neuer Stadtteile inbegriffen“ erklären die Fraktionsvorsitzenden der Koalitionsfraktionen Nicole Frölich, Yücel Akdeniz (beide GRÜNE), Roland Desch und Alexander Schleith (beide CDU). „Den jungen Menschen werden Orientierungshilfen angeboten, die Demokratiekompetenz fördern, Integration unterstützen und die jungen Menschen in die Selbstständigkeit begleiten. Entsprechende Angebote sollen in allen Stadtteilen zur Verfügung stehen.“
„Die Kinder- und Jugendarbeit ist eine bedeutende soziale Infrastruktur, die ihren sozialpolitischen, pädagogischen und soziokulturellen Auftrag in allen Sozialräume erfüllen muss. Hinzu kommt, dass ein bedeutsamer Anteil der jungen Menschen in Darmstadt eine Migrationsgeschichte hat. Um Ausgrenzung zu vermeiden sollen das Miteinander, die Begegnung und damit die Integration unterstützt werden.“ so die vier Koalitionäre.

Zur Sicherung der Qualität seien erstmals Qualitätsstandards definiert worden. Dazu werde ein mehrstufiges Controlling mit regelmäßigen Erhebungen des Bedarfs maßgeblich beitragen. Für 2020 seien für die Kinder- und Jugendarbeit zusätzlich 600.000 Euro aufgeplant worden. Generell steigen die Investitionen in die sozialen Leistungen und der Kinder-/Jugend- und Familienhilfe insgesamt, so auch beispielsweise bei der Kinderbetreuung.

„Wir sind daher sehr froh, dass wir einen ausgeglichenen Haushalt haben, der es erlaubt alle Aspekte der Sozial- und Jugendpolitik zu berücksichtigen“, so die Koalitionspartner.

Einen weiteren Akzent setzt die Koalition mit Haushaltsanträgen für einen 'Mobilen Begleitservice' und Hilfe für Wohnungslose:

Damit sich ältere Menschen möglichst lange und selbstständig am öffentlichen Leben beteiligen können, braucht es oft nur kleine Hilfestellungen. Einige Städte bieten dafür beispielsweise kostenfreie Begleitservices von Haustür zu Haustür und im ÖPNV an. Diese Begleitung soll von Menschen durchgeführt werden, die besonders von Armut und Ausgrenzung betroffen sind und so dazu beitragen sie gesellschaftlich zu integrieren,“ führen Frölich, Akdeniz, Desch und Schleith aus. „Ziel ist es, diesen Mobilen Begleitservice auch in Darmstadt einzuführen, da damit sowohl das Gemeinwohl als auch die Teilhabe gestärkt werden – Neben den sozialen Aspekten ist das Angebot eine klimafreundliche Alternative zum Auto. Im Haushaltsjahr 2020 wollen wir hierfür 45.000 Euro bereitstellen.“

Schließlich habe die Kooperation aus GRÜNEN, CDU und Uffbasse beschlossen Wohnungslose bei der Wohnungssuche zu unterstützen und hierfür im Haushalt 2020 40.000 Euro einzustellen. Dabei gehe es um ganz praktische Maßnahmen wie beispielsweise Recherche im Internet, Unterstützung bei Bewerbungsschreiben und Gespräche mit Vermieterinnen und Vermietern. 

Zur Beratung des Magistrats, der Stadtverwaltung und der städtischen Eigenbetriebe, sowie der dort Beschäftigten beantragen wir eine Anlaufstelle der LSBT-Community (Lesbisch, Schwul, Bi, Transgender) einzurichten“, so die vier Bündnispartner abschließend. Mit Unterstützung dieser Stabsstelle sollen, in Zusammenarbeit mit organisierten Vereine ( wie z.B. vielbunt e.V.), Kampagnen und Maßnahmen auf den Weg gebracht werden, die die Akzeptanz von LSBT in der Stadt fördern und Diskriminierung und Gewalt gegen LSBT verhindern. “

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