GRÜNE- und CDU-Fraktion: Darmstadt bleibt die Stadt im Walde!

"Darmstadt bleibt die Stadt im Walde“, so die Fraktionsvorsitzenden Nicole Frölich, Yücel Akdeniz (GRÜNE), Roland Desch und Alexander Schleith (CDU). "Der Wald erfüllt herausragende Funktionen hinsichtlich Umwelt-, Natur- und Klimaschutz sowie für die Erholung der Menschen. Deshalb kämpfen wir um jeden Quadratmeter Wald. Das gilt insbesondere auch für das Waldgebiet zwischen der Lincoln Siedlung und Eberstadt. Entgegen aller Behauptungen, werden wir dort nicht abholzen, sondern pflanzen!"

Die Hitzesommer 2018 und 2019 haben dem Darmstädter Wald stark zugesetzt. Deshalb wurde die Bewirtschaftung nahezu gestoppt – nur zur Verkehrssicherung werden noch Bäume gefällt. Zudem hat Darmstadt als eine der ersten Städte in Hessen einen "Runden Tisch Wald" mit Expertinnen und Experten sowie Naturschutzverbänden ins Leben gerufen, um das komplexe Ökosystem – insbesondere vor dem Hintergrund des Klimawandels – besser begreifen und noch umfassender schützen zu können. Klar definiertes Ziel ist es, den Wald zukunftsfähig umzugestalten, beispielsweise indem Baumarten gepflanzt werden, die den steigenden Temperaturen und der Trockenheit standhalten.

In einer so stark wachsenden Region wie dem Rhein-Main-Gebiet muss Wohnraum geschaffen werden. Je dichter die Städte werden, desto größer wird auch die Bedeutung von Natur- und Freiräumen. Das Regierungspräsidium Darmstadt hat deshalb ein Regionales Entwicklungskonzept in Auftrag gegeben, um alle Flächen im Stadtgebiet zu definieren. Zur Vorbereitung des neuen Regionalplans Südhessen wurde für den Regierungsbezirk Darmstadt in einem Gutachten von Albert Speer + Partner (AS+P) unter anderem auch das Waldgebiet westlich der Heidelberger Landstraße einer raumplanerischen Betrachtung unterzogen.

"Das hat bei einigen Bürgerinnen und Bürgern Besorgnis ausgelöst. Es handelt sich dabei aber um ein Szenario ohne konkrete Planungen. Das Gutachten hat den vom Institut Wohnen und Umwelt (IWU) prognostizierten Wohnungsbedarf räumlich abgebildet. Dabei wurden die rechnerischen Anforderungen nach regionalplanerischen Kriterien konkreten Potenzialflächen zugeordnet. Das geschah unabhängig von politischer Akzeptanz. Intention war vielmehr, eine Diskussionsgrundlage zu schaffen, um eine qualifizierte Abwägung zwischen Wohnbebauung und dem Schutz von Klima, Natur und Landschaft vornehmen zu können. Eine politische Bewertung steht noch aus. Dafür braucht es weitere Prüfungen und eine breit angelegte öffentliche Diskussion. Anschließend entscheiden die politischen Gremien", so die Fraktionssprecherin und -sprecher von GRÜNEN und CDU.

"Erhalt und Schutz des Waldes haben für uns oberste Priorität. Wir werden alles Machbare unternehmen, um den Westwald zu stabilisieren. Damit die Maßnahmen konsequent vorangetrieben werden können, hat unsere Koalition gerade 100.000 Euro für Waldschutz- und Waldumbaukonzepte in den städtischen Haushalt eingestellt."

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