GRÜNE- und CDU-Fraktion: ICE-Südanbindung ist weitsichtige Maßnahme zum Klimaschutz und dient dem Anschluss der Region an die ökologische und ökonomische Infrastruktur Europas

"Für längere Strecken ist die Bahn das umweltfreundlichste Verkehrsmittel. Den Zug nimmt man aber nur, wenn es gute Verbindungen und enge Taktungen gibt. Soll die Verkehrswende gelingen, braucht es einen Ausbau des Schienennetzes", so die Fraktionsvorsitzenden Nicole Frölich, Yücel Akdeniz (GRÜNE), Roland Desch und Alexander Schleith (CDU). "Für Darmstadt und die Region ist das die Südanbindung an die ICE-Neubaustrecke entlang der Autobahnen A 5 und A 67. Insbesondere vor dem Hintergrund des starken Wachstums unserer Stadt wird das immer wichtiger. Da muss weitsichtig gedacht werden!"
Die Darmstädter Stadtverordnetenversammlung und die Regionalversammlung stimmten bereits 2016 für eine Südanbindung, die weit entfernt von der Eschollbrücker Straße verläuft. Der GRÜNE Darmstädter Oberbürgermeister macht sich gemeinsam mit den Bürgermeistern und Landräten der umliegenden Kommunen und Kreise für die Südanbindung stark. Sie werden dabei vom hessischen Verkehrsministerium und der Industrie- und Handelskammer (IHK) unterstützt. 
Im vergangenen Jahr wurde die Südanbindung von der Deutschen Bahn in den Zielfahrplan 2030 des Deutschlandtaktes aufgenommen. "Schaut man sich den Entwurf der Bahn an, wird deutlich, dass Reisende in Zukunft Richtung Süden oder Osten nicht mehr in Frankfurt respektive Mannheim umsteigen müssen. Das ist für viele ein Argument, den Zug zu nehmen, denn es bedeutet eine deutlich kürzere Fahrzeit und mehr Komfort", so die Vier. 
"Wir hoffen sehr, dass der Zielfahrplan von der Bahn in dieser Form umgesetzt wird. Mit einem Antrag in der kommenden Stadtverordnetenversammlung werden wir den Magistrat dazu auffordern, sein kooperatives Engagement für die Südanbindung fortzusetzen. Sie ist ein entscheidender Beitrag zum funktionstüchtigen Anschluss Darmstadts und der Region an die ökologische und ökonomische Infrastruktur in Europa."
Kosten entstehen der Stadt Darmstadt durch den Ausbau nicht, da das Fernverkehrsnetz von Bahn und Bund finanziert wird. "Die Behauptung der Opposition, das Geld für die Südanbindung fehle in Darmstadt an anderer Stelle, ist also vollkommen unsinnig."
In ihrem aktuellen Antrag sprechen sich GRÜNE und CDU noch einmal ausdrücklich gegen eine Streckenführung unmittelbar angrenzend an die Eschollbrücker Straße aus. Auch als Trog oder Tunnel ist dies für die grün-schwarze Koalition keine Option. 
Zudem wird der Magistrat dazu aufgefordert, weiterhin an seiner Forderung festzuhalten, für den Bau der Südtrasse notwendige Eingriffe in den Westwald so gering wie möglich zu halten. Unvermeidliche Interventionen sind im Anschluss direkt vor Ort durch zukunftsfähige Wiederaufforstungsmaßnahmen am Rande sowie oberhalb der geschlossenen Strecke auszugleichen.
"Unsere Koalition hat sich ganz klar für den Schutz und die Stabilisierung des Westwaldes ausgesprochen und dies mit finanziellen Mitteln hinterlegt. Von der ICE-Anbindung Darmstadts wird der Westwald langfristig sogar profitieren, denn sie ist eine Maßnahme zum Schutz von Mensch, Umwelt und Klima", so Frölich, Akdeniz, Desch und Schleith.
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