GRÜNE- und CDU-Fraktion: Mehr Bio für Darmstädter Schülerinnen und Schüler 
bei Ausweitung der Mittagsversorgung durch den EAD 

"Eine Ausweitung der Mittagsversorgung durch den EAD heißt perspektivisch auch mehr Bio für die Schülerinnen und Schüler", so die Fraktionsvorsitzenden Nicole Frölich, Yücel Akdeniz (GRÜNE), Roland Desch und Alexander Schleith (CDU). "Deshalb ist die Initiative des Magistrats nicht allein in Hinblick auf Qualität und Gesundheit zu begrüßen. Sie ist auch gut für Natur und Umwelt."

Der Magistrat hat in der Stadtverordnetenversammlung am 13. Februar die Vorlage eingebracht, dass der Darmstädter Eigenbetrieb für kommunale Aufgaben und Dienstleistungen (EAD) langfristig alle städtischen Schulen mit Mittagessen versorgen soll. Bisher ist er für acht zuständig. Bedarf und Nachfrage steigen: Neue Grundschulen werden gebaut, die Zahl der Schülerinnen und Schüler wächst. Die Bundesregierung plant einen Rechtsanspruch auf Betreuung in der Grundschule.
Als 100 Prozent städtischer Betrieb berücksichtigt der EAD neben den Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. sowie den Vorgaben des Rahmenkonzepts Gesunde Schulverpflegung auch die Programme Bio-Stadt, Darmstadt genießt fair und Fair Trade. Das bedeutet: In der Regel werden Rohstoffe von regionalen Lieferantinnen und Lieferanten verwendet. Der Anteil an saisonalen und biologischen Produkten wird immer größer.

Um diese Entwicklung weiter voranzutreiben, beantragt die Koalition aus GRÜNEN und CDU, den Anteil von Bio-, Fair-Trade und regionalen Produkten bei der Mittagsversorgung durch den EAD auf 50 Prozent verbindlich festzulegen. 
Schon jetzt setzt der EAD neben Bio-Gemüse aus der Region auch bei den Grundnahrungsmitteln Nudeln und Reis auf Produkte aus biologischem Anbau. So ordert der EAD allein 3,5 Tonnen Bio-Nudeln pro Jahr. Die schrittweise Ausweitung der Bio-Produkte soll durch ein Monitoring begleitet werden.

Auch die Ankündigung des EAD, sich noch in diesem Jahr für den Bereich der Speisenversorgung um eine Bio-Zertifizierung nach der EG-Öko-Verordnung und der zugehörigen Durchführungsverordnung bemühen zu wollen, wird von der Koalition ausdrücklich begrüßt.

„Leider gibt es in der Region noch keine ausreichenden Kapazitäten für die maschinelle und großküchentaugliche Verarbeitung von Bio-Kartoffeln, obwohl Kartoffeln neben Nudeln und Reis ein Hauptbestandteil der Speisenversorgung darstellt und der Einsatz von Bio-Kartoffeln ebenfalls wünschenswert wäre", bedauern die Fraktionsvorsitzenden der GRÜNEN und der CDU. „Daher soll geprüft werden, ob der Darmstädter Eigenbetrieb Werkstätten und Wohnein­richtungen ein solches Geschäftsfeld, das eine kontinuierliche Auslastung verspricht, aufbauen kann.

Mit der schrittweisen Erhöhung des Anteils von Bio-Produkten wird auch den umliegenden landwirtschaftlichen Betrieben ein deutliches Signal gegeben: Es lohnt, auf ökologischen Landbau umzustellen. Als Teil der Ökomodellregion Süd wollen wir das unbedingt befördern. Auch die verarbeitenden Betriebe der Region sind gefragt, mehr Bio-Produkte für Großküchen bereitzustellen", so die Vier.

"Grundsätzlich werden wir darauf achten, dass sich das Plus an Bio in der Schulverpflegung nicht auf den Preis niederschlägt – wir wollen vielmehr zeigen: Bio schmeckt und ist erschwinglich!"

 

 

Login
Benutzername:
Passwort: