Schulausschuss: Koalition beantragt bauliche Konzepte für Schul- und Kindertagesstättensanierungen pandemiesicher zu entwickeln und Bewegungsparcours auf Schulhöfen einzurichten.

Für künftige Schul- und Kindertagesstättensanierungen und Neubauten beantragten die Fraktionen im Schulausschuss, bauliche Konzepte pandemiesicher zu entwickeln. Dies könne durch direkte Zugänge von Klassen- oder Gruppenräumen ins Freie geschehen oder durch ausreichend Lüftungsmöglichkeiten und Fensteranordnungen und vieles mehr.

„In der aktuellen Situation der Corona-Pandemie treten in den bestehenden Gebäuden (insbesondere Schulen und Kitas, aber auch Verwaltungsgebäuden) der Stadt Darmstadt verschiedene Probleme, die eine angemessene Durchführung von Hygiene- und Schutzmaßnahmen für die Nutzer*innen erschweren, zu Tage. Dazu gehören beispielsweise Probleme bei der Belüftung von Räumen, bei der Zahl und Lage der Waschgelegenheiten und bei der Umsetzung von Abstandsregeln. Notwendige Maßnahmen zu Abhilfe und bauliche Nachrüstungen gestalten sich zum Teil sehr kostenintensiv und sind oft kurzfristig nur schwer umsetzbar“, erklären die vier Fraktionsvorsitzenden der Koalition Nicole Frölich, Yücel Akdeniz (beide GRÜNE), Roland Desch und Alexander Schleith (beide CDU).

Grundsätzlich sei davon auszugehen, dass auch in Zukunft mit pandemischen Ereignissen zu rechnen ist. Um die zentralen kommunalen Aufgaben auch in solchen Krisensituationen im notwendigen Maß realisieren zu können, müssen künftige Sanierungs- und Neubaumaßnahmen entsprechend zentrale Anforderungen erfüllen. 

Corona zeige, wie wichtig der Aufenthalt im Freien an frischer Luft ist. Deshalb beschäftigt sich ein weiterer Antrag mit der Herstellung von Bewegungsmodulen / Bewegungsparcours auf Schulhöfen, als Ausgleich zum Hallensport. 

„Bewegung und Sport sind für viele Kinder der wichtigste Ausgleich zu langem Sitzen in der Schule, am Smartphone oder vor dem Bildschirm. Wir wollen die jungen Menschen zu Bewegung anregen und dies kann durch einen kreativen, fantasievollen Bewegungsparcours sehr gut gelingen. Gleiches gilt für naturnahe Spielangebote“, so die Koalitionäre.

In der Corona-Pandemie sei es für Kinder und Jugendliche sehr schwer, adäquate Sport- und Bewegungsangebote vorzufinden. In der Schule findet weniger oder kein Sport statt und durch das Verbot des Vereins- und Freizeitsports im November gibt es auch im privaten Bereich kaum Angebote. Sport und Bewegung sind aber insbesondere für Kinder und Jugendliche zur Ausbildung von Motorik und Bewegungskoordination aber auch dem Abbau von Stress essenziell. 

„Auf den Schulhöfen gibt es häufig kaum Möglichkeiten, sich sportlich zu betätigen. Wir nehmen uns daher zwei Schulhöfe vor, die wenig bis gar keine Bewegungsangebote aufweisen und errichten Sportparcours, die möglichst viele Möglichkeiten der Bewegung für die Schüler*innen aufweisen“, so Frölich, Akdeniz, Desch und Schleith.

 

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