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Grün-Schwarze Koalition: ICE-Anbindung ist weitsichtige Maßnahme zum Klimaschutz und dient dem Anschluss der Region an die ökologische und ökonomische Infrastruktur Europas.

„Wir sind froh, dass nun nach Jahrzehnten eine Lösung gefunden wurde, die Darmstadt an das ICE-Netz anschließt, den Westwald schont und so wenige Menschen wie möglich Lärm aussetzt“, erklären die Fraktionsvorsitzenden Nicole Frölich, Yücel Akdeniz (GRÜNE), Roland Desch und Alexander Schleith (CDU). „Der ICE-Anschluss ist zudem eine Grundvoraussetzung für eine Einbindung Darmstadts in den Deutschlandtakt. So ist nicht nur ein ICE pro Stunde und Richtung für Darmstadt gesichert, garantiert ist auch die grundsätzliche Einbindung Darmstadts in die ökologische Verkehrsinfrastruktur des europäischen Hochgeschwindigkeitsnetzes - eine Zukunftsentscheidung für die nächsten Jahrzehnte und darüber hinaus.“

Anders als von Gegnern der Trasse behauptet, werde bei dieser Variante der Westwald geschont, da weite Teile in einem Tunnel verlaufen. Die von einigen KritikerInnen priorisierte Trassenführung entlang der Main-Neckar-Bahn mag in der Theorie ideal sein. In der Praxis bedeute sie eine riesige jahrelange Großbaustelle quer durch die Stadt sowie einen kompletten Umbau des Darmstädter Hauptbahnhofes.

„Mit der Entscheidung für diese ICE-Trasse steht auch fest, dass entlang der Eschollbrücker Straße keine Güterzüge fahren werden. Der komplette Güterverkehr wird über die Trasse im Ried abgewickelt“, so Frölich, Akdeniz, Desch und Schleith weiter. „Wir fordern wie auch der Oberbürgermeister eine Verlängerung des geplanten Tunnels zu prüfen, um den sogenannten Menschenschutz weiter zu optimieren. Klar ist aber jetzt schon, dass bei dieser Variante deutlich weniger Menschen Lärm ausgesetzt sind, als bei den Alternativstrecken.“ Und im Vergleich zu der heutigen Situation wird sich durch die Verlagerung der Güterzüge eine deutliche Lärmreduzierung ergeben.

„Mit der ICE-Entscheidung erfüllt sich der gemeinsame Wunsch des Darmstädter Oberbürgermeisters, des Bürgermeisters von Griesheim und der Landräte der Kreise Darmstadt-Dieburg, Bergstraße, Groß-Gerau und Odenwald, den diese in einer gemeinsamen Absichtserklärung mit Unterstützung des Hessischen Verkehrsministers und der Industrieund Handelskammer ausgesprochen haben“, so die Fraktionsvorsitzenden.

Die Neubaustrecke stärke darüber hinaus den ÖPNV. Die bestehenden Schienenstrecken, insbesondere die Main-Neckar-Bahn könnten damit für den ÖPNV freigemacht werden. Damit habe die Strecke einen großen Anteil an einer notwendigen Verkehrswende.

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