"Das Gros der Menschen pendelt nach Darmstadt hinein, nicht drum herum."Die GRÜNE Landtagsabgeordnete Hildegard Förster-Heldmann begrüßt Forderung der IHK Darmstadt nach forciertem Ausbau von ÖPNV-, Schienen- und Radwegenetz.
"Es freut mich, dass die Industrie- und Handelskammer (IHK) Darmstadt in Sachen Mobilitätswende mit uns an einem Strang zieht und einen raschen Ausbau des ÖPNV-, Schienen- und Radwegenetzes fordert. Darmstadt hat 101.000 sozialversicherungs-pflichtige Beschäftigte, 70.000 kommen von außerhalb. Außerdem gibt es 27.000 Studierende, die auch längst nicht alle im Stadtgebiet wohnen. Gleichzeitig fahren täglich 30.000 Personen von Darmstadt aus zu ihrem Arbeitsplatz im Umland. Diese Zahlen, die gerade durch eine neue Studie noch einmal bestätigt wurden, zeigen deutlich: Das Gros der Menschen pendelt täglich nach Darmstadt hinein – und nicht drum herum", so Hildegard Förster-Heldmann, wohnungspolitische Sprecherin von Bündnis 90/DIE GRÜNEN im hessischen Landtag und bei der kommenden Landtagswahl Direktkandidatin für den Wahlkreis 49, der große Teile Darmstadts umfasst.

Laut IHK braucht es deshalb ein langfristiges Mobilitätskonzept, das über die Stadtgrenzen hinausreicht. Der Unternehmerverband sieht den von der GRÜN-geführten Stadtregierung ins Leben gerufenen Masterplan-Prozess 2030+ als Schritt in die richtige Richtung. Auch die IHK setzt auf einen gut vernetzten Mobilitätsmix aus ÖPNV und Rad sowie den Erhalt leistungsfähiger Verkehrsachsen.

"Urbane Mobilität kann in Zukunft nur durch eine deutliche Erhöhung der Anteile von Rad-, Fuß- und Öffentlichem Personennahverkehr gelingen. In Darmstadt ist das frisch aufgelegte Sonderinvestitionsprogramm '4x4 Rad' ein klares Bekenntnis zur Verbesserung der Radmobilität. Weitere wichtige Ziele sind für mich der Bau der Straßenbahn in den Ostkreis und der Ausbau der Odenwaldbahn zur Entlastung des Pendelverkehrs. Ich setze mich außerdem für die ICE-Anbindung Darmstadts ein, um den Anschluss der Region an das Fernverkehrsnetz zu sichern", sagt die GRÜNEN-Politikerin und fügt hinzu: "Die digitale Mobilitätskette, bei der mittels Smartphone eine umfassende Information darüber abgerufen werden kann, welche Verbindungen, Anschlüsse und Verfügbarkeiten z.B. beim Bike- oder Carsharing bestehen, macht es möglich all diese Fortbewegungsmittel spontan und lückenlos miteinander zu kombinieren."
Seit 2011 arbeitet die Stadt zudem mit größter Anstrengung daran, den Stau bei der Sanierung der Infrastruktur zu beheben. Viele Millionen Euro sind seither in die Instandsetzung der Straßen geflossen. Noch immer werden an vielen Stellen Fahrbahndecken saniert. Jede Kanalerneuerung wird genutzt, um Verkehrsflächen neu zu ordnen und dabei Sicherheit und Komfort für den Rad- und Fußverkehr zu erhöhen. "Wir sind also auf dem richtigen Weg – und wenn wir ihn einvernehmlich gemeinsam gehen, werden wir umso schneller am Ziel sein", so Förster-Heldmann.

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