Liebe Mitglieder der Grünen,                                                                                        

nun bin ich wieder bei den Grünen. Ich bin sehr überrascht, welche gewaltigen Arbeitsfelder bearbeitet werden. Es ist sehr beachtlich, wie breit die Grünen in Darmstadt aufgestellt sind. 

 Es ist darum nicht verwunderlich, dass es widersprüchliche Positionen gibt. Das zeigt wie lebendig wir sind.

 Es gibt viele Arbeitsgruppen; es gibt viele institutionelle Arbeitskreise. Es fehlt vielleicht ein Gremium, in dem grundsätzliches bearbeitet und entschieden wird.

Die letzte Mitgliederversammlung am Donnerstag 28.3.19 im HoffArt war ein Beispiel dafür, wenn offene Fragen zu lange aufgestaut bleiben. Neben der Entlastung des Parteivorstandes gab es Neuwahlen für die Parteiposten und eine Forderung nach Neugründung von Ortsverbänden.

Die Wahlergebnisse zeigten einen Block von Nein und Enthaltungen, die sich - anscheinend verabredet – immer wiederholten. Die anschließende Diskussion über die Gründung von Ortsverbänden wurde blockmäßig von den Eberstädter Mitgliedern vorgetragen.Hier offenbarte sich der Segen und Schaden von Ortsverbänden – sie arbeiten gut und eng in ihrem Ortsverband zusammen, sie treten nach außen in der Partei aber blockmäßig und herausfordernd auf. Das führt schnell zur Blockade.

Die Grünen in Darmstadt haben viele Initiativprojekte, einzelne und kleine Gruppenarbeitskreise, Themen mit besonderem Charakter – das kann nicht alles mit allen abgesprochen werden. Auch Positionen lassen Widersprüche nicht verschwinden. Da hilft nur Toleranz und Respekt.

 Eins aber sollten wir vermeiden: wir torpedieren nicht Grüne Mitglieder, wir beschädigen nicht Kandidaten, wir beteiligen uns nicht an Flügelkämpfen. Intern aber unterstützen wir lebhafte Diskussionen.

 

Offener Brief v. Jürgen Barth, 03.04.2019

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