Strukturen in DArmstadt und Konsequenzen für die Gestaltung der Kommunalen Bildungslandschaft

Impulsvortrag und Diskussion zu Entwicklungsoptionen in Darmstadt
mit Günther Bachmann und Franziska Retzlaff

In der Stadt Darmstadt erfolgt eine vielfältige Datengewinnung und -analyse, die unter anderem fundierte und aussagekräftige Informationen über die Strukturen der Stadtteile und Sozialräume bereitstellt. Dabei zeigen sich relevante Unterschiede zwischen den einzelnen Quartieren. Diese Strukturunterschiede müssen auch unter dem Gesichtspunkt notwendiger und sinnvoller Weiterentwicklungen des regionalen Bildungsangebots für alle Altersgruppen betrachtet werden.Mit dieser Fragestellung hatte der Arbeitskreis Bildung von Bündnis 90 / Die GRÜNEN am 21. Mai 2019 zum bildungspolitischen Gespräch mit Günther Bachmann, dem Abteilungsleiter Statistik und Stadtforschung, und der Bildungsmanagerin Franziska Retzlaff eingeladen. In ihrem Impulsvortag gaben die beiden einen umfassenden Überblick zur demografischen und sozialen Entwicklung in Darmstadt. Wichtige Thesen waren dabei unter anderem:

·       Bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist Darmstadt geprägt von einer hohen und weiter steigenden Zahl an Hochqualifizierten.

·       Gleichzeitig ist die Zahl der wenig qualifizierten Beschäftigten erheblich und wachsend.

·       Es zeigen sich deutliche Segregationsprobleme, auf die Bildungspolitik und -angebote reagieren müssen.

·       In der reichen Großstadt Darmstadt sind die Bildungschancen von einem nicht unerheblichen Teil der Kinder durch die soziale Lage der Eltern beeinträchtigt.

In der anschließenden Diskussion wurden Beispiele für gelungene und integrierende Entwicklungen in einzelnen Sozialräumen beleuchtet, aber auch besonders herausfordernde und schwierige Strukturen in anderen Quartieren angesprochen. Erste Ansätze für notwendige Entwicklungen wurden umrissen (z. B. Spiel- und Sportangebote, Grünflächengestaltung und mögliche Veränderungen und Ergänzungen der schulischen Angebote). Wichtig ist dabei eine enge Verzahnung von kommunalpolitischen Ansätzen und Aufgaben mit den Gestaltungsoptionen, die in der Verantwortung des Landes liegen.

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