GRÜNE sehen Videoüberwachung im Herrngarten kritisch.

„Die Videoüberwachung am Herrngartenausgang zur Schleiermacherstraße dient nicht der Bekämpfung der Drogenproblematik. Sie ist eine reine Verdrängungsstrategie“, erklärt Hildegard Förster-Heldmann, Sprecherin der Darmstädter Grünen. „Die Aufstellung der mobilen Anlage an dieser Stelle führt dazu, dass sich die Szene in weniger sichtbare Bereiche des Herrngartens verlagert.“

Bislang seien die Drogenabhängigen, die sich dort aufhielten direkt an die dortige Drogenhilfeeinrichtung ‚Scentral‘ angedockt gewesen – in deren unmittelbarem Sichtfeld.

„Für die SozialarbeiterInnen im Scentral wird es nun sehr viel schwieriger die Szene im Blick zu behalten. Wir würden uns wünschen, dass die Polizei sich mit den städtischen Verantwortlichen auf eine gemeinsame konstruktive Vorgehensweise im Rahmen der sozialpolitischen Drogenhilfe einigt“, fordert Förster-Heldmann. „Eine Drogenpolitik, die auf nur Repression statt Prävention setzt, ist zum Scheitern verurteilt.“

Die Argumentation, die bei der geplanten Videoüberwachung auf dem Luisenplatz aufgeführt wird, greife im Herrngarten nicht.

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