Der Klimawandel ist deutlich spürbar. Auch hier bei uns in Deutschland. Noch viel stärker betroffen als wir sind indes Länder, die an den Ursachen gar nicht beteiligt sind. Die Weltbank prognostiziert, dass bis 2030 100 Mio. Menschen weltweit ihr Heimatland in Folge des Klimawandels verlassen werden. Das zeigt, dass Klimaschutz nicht an Relevanz verloren hat. Im Gegenteil: Er fordert die liberalen Demokratien heraus, gerade hier in Europa.

Entscheidende Ausgangspunkte, um das Pariser Klimaschutzabkommen einzuhalten, sind die Verkehrs- und die Energiewende. Nur wenn es uns gelingt, in diesen beiden Bereichen Veränderungen herbeizuführen, kann die Erderwärmung auf unter 2 °C begrenzt werden.
Während der Ausbau erneuerbarer Energien auf politischer Ebene entschieden wird, betrifft Mobilität jede*n von uns. Jede*r einzelne kann an ihrem/seinem Mobilitätsverhalten etwas ändern. Die Tatsache, dass ausschließlich im Verkehrssektor die CO2-Emission angestiegen ist, belegt, dass dies durchaus nicht marginal ist.
Mobilitätspolitik ist ein heißes Eisen. Es besteht immer die Gefahr, zu schnell zu viel zu wollen – und damit die Bürgerinnen und Bürger zu verschrecken. Oder aber die Forderungen sind zu niedrig angesetzt, sodass sich jede*r fragt, wie damit der Klimawandel aufgehalten werden soll. Es ist ein schmaler Grat, auf dem man diesbezüglich wandelt, gerade auch als ökologisch ausgerichtete Partei. Dennoch denke ich, dass wir GRÜNE ein Konzept für klimafreundliche Mobilität entwickelt haben, das sich sehen lassen kann. Es beruht auf ökologischer Verträglichkeit sowie guter Vernetzung und ist zudem bezahlbar. Dabei haben wir nicht allein die Schadstoffreduzierung im Blick, es geht auch darum, die Städte lebenswerter zu machen und die Aufenthaltsqualität für die Menschen zu erhöhen. In Darmstadt ist deutlich sichtbar, wie notwendig das ist: Überall sind die Flächen vollgestellt mit zunehmend größeren Autos.

Gut vernetzt von Haustür zu Haustür

Wir setzen auf eine Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene, vom Auto auf das Fahrrad sowie auf öffentliche Verkehrsmittel. Damit das gelingt, müssen die Verkehrsangebote noch besser als bisher vernetzt werden, und zwar nicht nur innerstädtisch, sondern auch in den ländlichen Raum hinein. Nah-, Regional- und Fernverkehr müssen sich zu einer Mobilitätskette verbinden lassen.
Was nützt ein bis zu 300 km/h schneller ICE, wenn man hinterher eine halbe Stunde an einem Regionalbahnhof auf den Anschluss wartet? Für die Menschen, die öffentliche Verkehrsmittel nutzen, sind die Wegebeziehungen von Haustür zu Haustür interessant. Sie nehmen die schnellste und bequemste Verbindung, für die das Ticket niederschwellig und verbundübergreifend buchbar ist.

Stadt und Land- jeder leistet seinen individuellen Beitrag

 

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